Teilnahme am 4. Kongress des Demografienetzwerkes Frankfurt

Die Technischule konnte ihre Arbeit im Rahmen des 4. Kongresses des Demografienetzwerkes Frankfurt Rhein/Main am 09. April 2014 vorstellen.

Grußwort Dr. Molter

Dr. Dierk Molter ist Darmstädter Schuldezernent a.D. und war in dieser Funktion auch für die Darmstädter Grundschulen verantwortlich.

 

Grußwort Stadtrat a.D. Dr. Dierk Molter

für den Verein zur Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse bei Grundschulkindern e.V.

Technik und Naturwissenschaften sind wesentliche Voraussetzungen für Innovation und nachhaltiges Wachstum und bilden eine unverzichtbare Grundlage für die Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit unseres Landes.

Deshalb – und um einem Fachkräftemangel in den sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entgegenzuwirken – ist die Förderung von technischem und naturwissenschaftlichem Schulunterricht ein wichtiges Anliegen.

Das gilt umso mehr, als der praktische Zugang von Kindern zu Technik und Naturwissenschaften gerade in den letzten Jahren einen grundlegenden Wandel erfahren hat. Während früher viele Kinder erste technische Erfahrungen meist spielerisch erworben haben, beispielsweise durch klassische Spielzeuge, wie etwa Baukästen oder Modelleisenbahnen, finden sich heute in Kinderzimmern immer häufiger moderne Kommunikationsmedien und Computerspiele. Technik wird somit von Kindern immer weniger konstruiert, sondern immer mehr nur noch konsumiert. Wie Technik funktioniert wird dabei kaum hinterfragt.

Dabei ist für eine alters- und kindgerechte Vermittlung von technischem Verständnis und naturwissenschaftlichen Zusammenhängen das „Begreifen“ im wahrsten Sinne des Wortes von ganz wesentlicher Bedeutung. Zudem werden das Interesse und die Aufgeschlossenheit gegenüber technischen und naturwissenschaftlichen Phänomenen häufig schon in frühen Lebensjahren geprägt.

Die Grundschulen sind hierfür ein entscheidender Bildungsort. So bestätigen Untersuchungen, dass bei Schülern, denen adäquater Technikunterricht angeboten wird, nicht nur das Interesse an Technik höher ist, sondern es ist statistisch auch ein positiver Effekt auf die Studien- und Berufswahl nachweisbar.

Dabei sind die Voraussetzungen gerade im Kindesalter ideal, um nachhaltig Interessen an Technik und Naturwissenschaften zu wecken, denn Neugierde, unbändiger Erfahrungshunger, die grenzenlose Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen und der Wille selbst eigene Erfahrungen zu machen, zeichnen Kinder seit jeher aus – früher wie heute.

An diese Begeisterungsfähigkeit anzuknüpfen, ist Aufgabe und Herausforderung moderner Bildung.

Mit seinem Engagement leistet der Verein zur Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse bei Grundschulkindern e. V. hierzu einen wertvollen Beitrag. Beispielsweise Ingenieure und Naturwissenschaftler, die sich teilweise schon im Ruhestand befinden und die auch das notwendige pädagogische Geschick besitzen, führen Schülerinnen und Schüler an Technik heran und geben ihnen Anleitung sowie Gelegenheit zum Selbermachen und Ausprobieren.

Der Verein ist damit zugleich ein hervorragendes Beispiel dafür, dass gute Bildung nur in einem gesamtgesellschaftlichen Umfeld gelingen kann, in dem Verantwortung für die Bildung nicht nur von Staat und Lehrern getragen wird, sondern auch von bürgerschaftlichem Engagement.

Wie ich als Schuldezernent täglich in meiner Arbeit erfahre, geschieht in Darmstadt auf diesem Feld bereits sehr viel: Eltern engagieren sich in der

Ganztagsbetreuung. Schul-Fördervereine erschließen zusätzliche finanzielle Ressourcen. Sportvereine stimmen ihre Trainingsangebote mit den Schulen ab. Örtliche Unternehmen sponsern nicht nur gelegentlich ein Schulfest, sondern kooperieren mit Schulen, wenn es um Praktika und Berufsvorbereitung geht.

Initiativen wie diese verdienen Anerkennung und Unterstützung. Das gilt selbstverständlich auch für den Verein zur Förderung technischer und naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse bei Grundschulkindern, der schon in kurzer Zeit Beachtliches geleistet hat und in der Darmstädter Schullandschaft als verlässlicher Partner der Grundschulen überaus geschätzt ist.

In diesem Sinne wünsche ich dem Verein, seinen Mitgliedern und Unterstützern auch für die Zukunft viel Erfolg bei seinen Zielsetzungen im Interesse unserer Schülerinnen und Schüler.

Ihr

Dr. Dierk Molter

Stadtrat

Was wir sind

Die Technikschule Darmstadt e.V. ist ein Darmstädter Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat an allen Darmstädter Grundschulen kostenlosen Technikunterricht zu organisieren. Dazu bringen wir Lehrer in Rente, Techniker, Ingenieure, Praktiker, Meister mit den Grundschulen zusammen und finanzieren den regelmässigen Unterricht über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse z.B. aus Preisgeldern.

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Warum früher und regelmäßiger Unterricht wichtig ist

Die Zielsetzung der Technikschule Darmstadt ist es, Grundschülern für die Dauer von mindestens jeweils einem Schulhalbjahr - möglichst von der zweiten bis zur vierten Klasse - technischen Unterricht zu erteilen. Derzeitig gibt es für die Grundschulen in Deutschland keine entsprechenden Curriculae und auch kaum entsprechende Lehrkräfte. Daher soll der Unterricht von erfahrenen Praktikern (Ingenieuren, Naturwissenschaftlern, Lehrern, aber auch Handwerksmeistern) durchgeführt werden, die sich bereit erklären, für mindestens ein Schulhalbjahr wöchentlichen Unterricht zu erteilen und die über eine passende pädagogische Eignung verfügen.

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Wen wir brauchen

Die Basis unseres Handelns ist die Freiwilligkeit. Daher sind wir immer auf der Suche nach Unterstützen, die ihr Wissen an eine Grundschulklasse oder eine Arbeitsgruppe weitergeben wollen. Eine pädagogische Eignung ist natürlich erforderlich - aber noch wichtiger ist der Spaß am Unterrichten von wissbegierigen und lebendigen Grundschülern. Das lohnt sich dann auch, denn die Dankbarkeit der Schüler, Eltern und Lehrer ist groß und motiviert uns immer weiter zu machen.

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